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Dorfkirche Straupitz

Adresse:
Lübbener Straße, Ecke Kirchstraße
Straupitz
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Die Kirche bildet zusammen mit dem in der Nähe befindlichen Herrenhaus ein Bauensemble. Die Gebäude und eine ursprünglich südwestlich der Kirche befindliche Parkanlage symbolisierten das Zentrum der Herrschaft Straupitz. Die Ausrichtung der Kirche ist durch die Zwecke des Gebäudekomplexes bedingt und weicht von der Ausrichtung der Vorgängerbauten ab.

Der Grundriss der Kirche ist ein langes Rechteck. Das Dach ist als Satteldach gestaltet. An der südwestlichen Seite befinden sich über der Giebelfassade zwei mehrgeschossige Türme. Auf dieser Seite befindet sich auch der Eingang zur Kirche. Eine über die gesamt Breite der Kirche verlaufende Freitreppe führt dort auf drei Rundbogenportale zu. Um den Bau herum ziehen sich, als horizontales Gegengewicht zu den vertikalen Elementen, zwei Kämpfergesimse und ein Kranzgesims. Die Fassade ist orthogonal gestaltet. Um dieses System an der südwestlichen Seite nicht durch die Dachschrägen zu stören, wurde das eigentlich zwischen den Türmen befindliche Giebeldreieck durch eine nach oben gerade abschließende Attika abgedeckt.

Der Patron der Herrschaft Straupitz, Carl Heinrich Ferdinand Freiherr von Houwald, beschloss 1826 einen Kirchenneubau. Das neue Gebäude sollte 1700 Menschen Platz geben, einfach und würdevoll ausgeführt werden und viele Jahrhunderte überdauern. Vermutlich durch eine Vermittlung des Dichters Ernst von Houwald, der zum Freundeskreis Schinkels gehörte, konnte der zur damaligen Zeit wohl bekannteste deutsche Architekt Karl Friedrich Schinkel für die Planung gewonnen werden. Im November 1826 übersandte er aus Berlin seinen Entwurf und empfahl für die Bauausführung A. Brix. Im April 1828 wurde das alte Gebäude abgerissen und bereits am 2. Mai erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau. Eine Verwendung der Grundmauern des Vorgängergebäudes erfolgte nicht. Die alte Kirche war nach Osten ausgerichtet, der Neubau in nordöstlicher Richtung. Die Bauleitung übernahm, ebenfalls auf Empfehlung Schinkels, Baukondukteur Reichhard.

Das Richtfest wurde im Frühjahr 1831 gefeiert. Im August des Jahres erhielten die beiden Türme ihre eisernen Kreuze. Die Einweihung erfolgte dann mit einem Festgottesdienst am 5. August 1832.


Dorfkirche Straupitz
Foto: wikipedia
Quelle: wikipedia
 
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