Der ungefähr 200 Einwohner zählende Ort ist ein Inseldorf, bestehend aus vielen Kaupen. Über Jahrhunderte war Lehde ausschließlich auf dem Wasserweg zu erreichen. Noch heute verfügen praktisch alle Grundstücke über einen eigenen Zugang zu einem der vielen zwischen 0,8 und 1 Meter tiefen Fließe, die weitgehend die Funktion von Straßen haben. Postanlieferung und Müllabfuhr finden auch heute noch auf dem Wasserweg statt. In den Wintermonaten erfolgt die Postzustellung jedoch an Briefkästen, die die Anwohner an der Landseite aufgestellt haben, per Postfahrrad oder Auto.
Durch die ungewöhnliche Lage Lehdes und einige erhaltene historische Spreewaldhäuser ist das komplett unter Denkmalschutz gestellte Lehde ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Vom Lübbenauer Großen Hafen werden die Besucher in traditionellen Spreewaldkähnen in ungefähr 1 bis 1,5 Stunden nach Lehde gestakt. Lehde ist jedoch auch zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Auto erreichbar
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Theodor Fontane besuchte im August 1859 Lehde und erwähnt es in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Fontane vergleicht Lehde dort mit einem Venedig im Kleinen. Auch mehrere bekannte Maler widmeten sich in ihren Werken dem Ort und seiner Umgebung. Bereits aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen Werke des Christian Gottlob Hammer. Bekannt sind auch die Werke des Lübbenauer Malers Max Carl Krüger.

historisches Wohnhaus in Lehde