Die Doppelstadt Doberlug-Kirchhain entstand 1950 durch die Zusammenlegung der angrenzenden Orte Doberlug (bis 1937 Dobrilugk) und Kirchhain.
Für das Jahr 1005 ist die erste Erwähnung des Dorfes Doberlug als Dobraluh nachgewiesen. Der Ortsname stammt zumindest im ersten Teil (dobra=gut) aus dem Slawischen und bedeutet Gutes Luch. In seiner Nähe entstand nach 1165 unter der Herrschaft des Markgrafen Dietrich von Landsberg und Eilenburg das Zisterzienserkloster Dobrilugk, das nach Schenkungen und Käufen mehrerer umliegender Höfe und Dörfer sehr einflussreich wurde. 1234 wird Kirchhain als „Kyrkhagen“ erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte derzeit zum Besitz des Klosters Dobrilugk.
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Ende des 19. Jahrhunderts erlebte das Gerberhandwerk eine herausragende Entwicklung, wodurch Kirchhain schließlich zum Zentrum der größten Schaflederproduktion Deutschlands wurde. Ergänzt durch die Ansiedlung von Dampfsägewerken, Mühlenfabriken und Betrieben der metallverarbeitenden Industrie erlangte die Stadt überregionale Bedeutung. Herausragend waren die durch ortsansässige Druckereien hergestellten Bücher.